Die italienische Fotografin Patrizia Mussa bereiste in den 1970er Jahren Länder wie Afghanistan, Jemen oder Äthiopien, die später zu Kriegsschauplätzen wurden. Ihre Bilder erlauben eine Reise in die Vergangenheit, sie zeigen Momente, die Patrizia Mussa als „Orte der Verzauberung“ bezeichnet. Wegen der langen Zeitspanne zwischen der Entstehung der Fotografien und ihrer Betrachtung beschloss die Künstlerin, diese Bilder zu kolorieren und ihnen somit eine neuartige Anmutung zu geben. Ähnliche Verfahren wandte die Fotografin auch bei anderen Projekten wie der Serie „Solo teatri“ an. Dabei ließ sie sich von der italienischen Malerei der Renaissance und ihrer Vorstellung von Licht und Farbe leiten.

